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Das Friedensmobil der DFG-VK

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Allgemein

28. April 2026

KDV-Städtetour 2026: Der Friedenstransporter kommt in deine Stadt

2026 wird ein starkes Zeichen gegen Militarisierung und Zwangsdienste sichtbar auf die Straße gebracht: Mit der KDV-Städtetour ist der Friedenstransporter der DFG-VK in Dutzenden Städten in ganz Deutschland unterwegs. Ziel der Tour ist es, Kriegsdienstverweigerung sichtbar zu machen, Menschen zu beraten und gemeinsam Protest und Aufklärung in die Öffentlichkeit zu tragen. Unterstützt wird die Kampagne von der Stiftung Care for Future.

In einer Zeit, in der politische Debatten zunehmend von Aufrüstung, Wehrpflicht und militärischer Logik geprägt sind, setzt die Tour einen klaren Gegenpunkt: für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, für Frieden und für eine Gesellschaft ohne Zwangsdienste.

Beratung, Aktionen und sichtbarer Protest

Vor Ort organisieren lokale Gruppen gemeinsam mit der DFG-VK vielfältige Aktionen. Dazu gehören:

  • Kriegsdienstverweigerungsberatung für alle, die sich informieren oder konkret verweigern wollen
  • Infostände in Innenstädten und auf zentralen Plätzen
  • Kreative Protestaktionen, unter anderem mit einem großen aufblasbaren Gewehr als Symbol gegen Militarisierung
  • Öffentlichkeitsarbeit und Austausch mit Passant*innen

Die Tour lebt von der Beteiligung vor Ort. Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen sind ausdrücklich eingeladen, sich einzubringen – sei es durch eigene Aktionen, Unterstützung bei der Organisation oder einfach durch Teilnahme.

Aufruf zur Unterstützung

Die KDV-Städtetour ist mehr als eine reine Informationskampagne – sie ist ein politisches Signal. Damit möglichst viele Menschen erreicht werden, braucht es Unterstützung:

  • Organisiert eigene Aktionen in eurer Stadt
  • Helft bei der Bewerbung der Termine
  • Bringt euch mit eigenen Ideen ein
  • Unterstützt die Beratung und Vernetzung vor Ort

Gemeinsam können wir zeigen, dass Kriegsdienstverweigerung ein aktiver Beitrag für Frieden ist – und dass Widerstand gegen Militarisierung wächst.

Aktionsorte und Termine 2026

April

  • Waren (Müritz) – 20.04.2026
  • Wismar – 21.04.2026
  • Schwerin – 23.04.2026

Mai

  • Bernburg – 02.05.2026
  • Magdeburg – 02.05.2026
  • Dessau – 03.05.2026
  • Halle – 03.05.2026
  • Naumburg – 07.05.2026
  • Essen – 09.05.2026
  • Ahrweiler – 10.05.2026
  • Frankfurt am Main – 12.05.2026
  • Karlsruhe – 15.05.2026
  • Grafenwöhr – 30.05.2026

Juni

  • Aalen – 08.06.2026
  • Schwäbisch Hall – 09.06.2026
  • Heilbronn – 10.06.2026
  • Ludwigsburg – 11.06.2026
  • Tübingen – 12.06.2026
  • Tübingen – 13.06.2026
  • Mannheim – 14.06.2026
  • Fulda – 15.06.2026
  • Aachen – 16.06.2026
  • Offenburg – 17.06.2026
  • Freiburg – 18.06.2026
  • Lörrach – 19.06.2026
  • Greifswald – 27.06.2026
  • Sassnitz – 28.06.2026
  • Stralsund – 28.06.2026

Juli

  • Cham (2 Tage) – 08.–09.07.2026
  • Nürnberg – 10.07.2026
  • Kempten – 13.07.2026
  • Ingolstadt – 14.07.2026
  • FFT’26 NRW – 18.07.–26.07.2026
  • FFT’26 Bayern – 28.07.–08.08.2026

August

  • Erfurt – 14.08.2026
  • Gotha – 14.08.2026
  • Apolda – 15.08.2026
  • Jena – 15.08.2026
  • Magdeburg – 16.08.2026
  • Stendal – 16.08.2026
  • Neustrelitz – 18.08.2026
  • Neubrandenburg – 18.08.2026
  • Laage – 19.08.2026
  • Rostock – 19.08.2026

Oktober

  • Suhl – 16.10.2026
  • Eisenach – 16.10.2026
  • Weimar – 17.10.2026
  • Erfurt – 17.10.2026
  • Jena – 18.10.2026
  • Gera – 18.10.2026

Unterstützt durch:

Kategorie: Allgemein

23. Mai 2025

Mit dem Friedensmobil auf Friedensmission – Mein persönlicher Bericht über die Friedenswanderung der Naturfreunde Deutschlands e.V. von Den Haag nach Bremen (Mai 2025)


Wenn man mir vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ich einmal mit einem bunt beklebten Bus durch Europa tuckern würde, um eine Wandergruppe voller friedensbewegter Menschen zu begleiten, hätte ich vermutlich gelacht und gefragt: „Und wer soll mir die Dieselrechnung bezahlen?“ Doch im Mai 2025 war es so weit: Ich war der Fahrer des legendären Friedensmobils der DFG-VK – unterwegs bei der großen Friedenswanderung der Naturfreunde Deutschlands e.V. unter dem Motto „Frieden in Bewegung“.

Der Auftakt in Den Haag – Zwischen Weltgerichtshof und Kreisverkehrsdrama

Los ging es in Den Haag, der Stadt des Friedens und der Gerechtigkeit. Wo sonst könnte man eine solche Aktion starten? Während die Wandergruppe vor dem Internationalen Gerichtshof ihre ersten Banner entrollte und lautstark „Frieden in Bewegung!“ rief, kämpfte ich mich mit dem Bus durch niederländische Kreisverkehre. Der Navi meinte rechts, die Schilder meinten links – ich entschied mich für den Mittelweg: Menschen fragen. Eine ältere Dame mit Fahrrad lächelte und sagte sinngemäß: „Fahr einfach da lang, wo’s friedlich aussieht.“ Genau mein Humor.

Von Anfang an war klar: Hier ging es nicht nur um Kilometer, sondern um Begegnungen, Botschaften und die Idee, Frieden sichtbar zu machen – Schritt für Schritt und Radumdrehung für Radumdrehung.

Holland von seiner schönsten Seite – Käse, Windmühlen und neugierige Blicke

Die ersten Tage führten uns quer durch die Niederlande. Während die Wandernden marschierten, rollte ich mit dem Friedensmobil parallel durch kleine Ortschaften, transportierte Wasserkanister, Info-Material und gelegentlich auch erschöpfte Füße.

Das Motto „Frieden in Bewegung“ zeigte seine Wirkung schon hier: Überall, wo wir auftauchten, blieben Menschen stehen. Kinder winkten, Radfahrer grinsten, ältere Leute fragten neugierig: „Wat is dat voor een mooie bus?“ („Was ist das für ein schöner Bus?“). Sobald das Wort „Frieden“ fiel, gab’s Daumen hoch. So wurde aus der Bewegung einer Wandergruppe ein Stück internationale Verständigung – ganz praktisch am Straßenrand.

Grenzübertritt nach Deutschland – Willkommen im Ruhrpott

Nach einigen Tagen hieß es: Raus aus Holland, rein ins Ruhrgebiet. Wer denkt, dass dort nur graue Industrie wartet, liegt schief. Der Ruhrpott hat Herz. Und wie!

Schon die ersten Kilometer zeigten: Hier wird nicht lange gefackelt. „Wat macht ihr denn hier?“, fragten Bauarbeiter, die uns von ihrem Gerüst herunter zuwinkten. „Frieden in Bewegung!“, riefen die Wanderer zurück – und plötzlich klatschte der halbe Straßenzug Beifall.

Ob in Duisburg, Essen oder Dortmund: Überall stießen wir auf Neugier, offene Ohren und manchmal auch auf hitzige Diskussionen. Manche wollten wissen, warum man für Frieden eigentlich laufen muss. Andere erzählten von den Friedensdemos in den Achtzigern, an denen sie selbst dabei gewesen waren. So wurde der Ruhrpott für uns zu einer lebendigen Geschichtsstunde – voller ehrlicher Worte und direkter Begegnungen.

Alltag als Fahrer – Mein Bus, der Alleskönner

Während die Wandernden Schritt für Schritt unterwegs waren, war das Friedensmobil im Dauereinsatz. Für mich hieß das: ständig improvisieren. Mal war der Bus Pausenraum, mal Infostand, mal Krankenwagen light. Einmal luden wir spontan eine Musikanlage auf, um bei einer Kundgebung für Stimmung zu sorgen – und plötzlich war der Bus Konzertbühne.

Natürlich ging auch mal was schief: Mein Navi schickte mich wiederholt in Sackgassen. „Das ist bestimmt die Abkürzung zum Weltfrieden“, witzelte jemand. Am Ende fanden wir trotzdem immer ans Ziel – weil bei „Frieden in Bewegung“ nicht der kürzeste Weg zählt, sondern der gemeinsame.

Der große Abschluss in Bremen – Frieden sichtbar gemacht

Nach vielen Etappen, Gesprächen und Kilometern erreichten wir schließlich Bremen. Die letzte Strecke war ein einziges Fest: Fahnen flatterten, Parolen wurden lauter, und alle wussten: Wir haben es geschafft.

Auf dem Bremer Marktplatz wartete die große Abschlusskundgebung. Musik, Reden, Begegnungen – und mittendrin das Friedensmobil, diesmal wie eine kleine rollende Ehrentribüne. Für mich war das der Moment, an dem sich alles rund anfühlte: Aus einer einfachen Wanderung war eine Bewegung geworden, aus „Frieden in Bewegung“ eine gelebte Erfahrung.

Mein persönliches Fazit

Die Friedenswanderung von Den Haag nach Bremen war kein gewöhnlicher Ausflug. Es war eine Reise voller kleiner und großer Geschichten, voller Humor, Improvisation und Begegnungen. Für mich als Fahrer war es eine Lektion darin, dass Frieden nicht abstrakt ist, sondern in ganz alltäglichen Momenten entsteht – wenn man sich zuhört, wenn man ein Stück des Weges gemeinsam geht, wenn man ein Lächeln zurückbekommt.

„Frieden in Bewegung“ – das Motto hat sich für mich mehr als erfüllt. Ich habe gesehen, wie aus Worten Taten wurden, wie aus einer Wanderung ein Netzwerk entstand und wie ein Bus zum Symbol dafür werden konnte, dass Bewegung und Frieden untrennbar zusammengehören.

Würde ich das wieder machen? Klar. Mit Navi, belegten Broten – und einem Bus, der vielleicht irgendwann nicht nur Diesel, sondern auch Hoffnung tankt.

Kategorie: Allgemein

21. April 2025

Ostermarsch in Fürth und Nürnberg ’25

Wir sahen uns beim Ostermarsch Nürnberg 2025. Brachten Freunde mit. Und ein bisschen Hoffnung – den Rest erledigten wir gemeinsam.
„Nie wieder Krieg!“ – das ist kein Spruch von gestern. Es ist ein Aufschrei aus der Geschichte, der heute lauter denn je durch unsere Straßen hallen muss. Und genau deshalb sind wir auch 2025 wieder unterwegs. Mit Schildern, Transparenten, klarer Haltung – und dem festen Willen, dem Frieden eine Stimme zu geben. Oder besser: viele Stimmen!

Klar, es wäre schöner, wenn wir Ostern einfach mit Schokohasen und Frühlingsspaziergängen verbringen könnten. Stattdessen organisieren wir Demos, diskutieren über Rüstungsetats und laufen gegen den Wind – im doppelten Sinne. Warum? Weil wir nicht wegsehen können. Weil das Motto „Nie wieder Krieg!“ nicht nur in Geschichtsbüchern stehen darf, sondern gelebt werden muss. Tag für Tag.

Die Welt brennt an vielen Ecken: neue Kriege, alte Konflikte, eine gefährliche Rückkehr der Aufrüstung. Immer mehr Geld fließt in Waffen, während für Soziales, Bildung oder Klimaschutz angeblich „kein Spielraum“ ist. Dabei wissen wir längst: Sicherheit entsteht nicht durch Panzer, sondern durch Gerechtigkeit, Dialog und internationale Solidarität.

Der Ostermarsch Nürnberg ist unsere Art, das laut zu sagen. Bunt, entschlossen und friedlich. Und ja, mit einem kleinen Augenzwinkern: Denn wer sagt, dass politische Haltung nicht auch Freude machen darf? Wir marschieren mit Musik, mit Nachbarn, mit Kindern und mit der tiefen Überzeugung, dass Frieden möglich ist – wenn wir ihn gemeinsam einfordern.

Egal ob du schon zig Ostermärsche mitgelaufen bist oder zum ersten Mal überlegst mitzukommen: Du bist wichtig. Jede Person, die mitgeht, macht den Protest sichtbarer. Jede Stimme zählt. Denn wer heute still bleibt, lässt anderen das Mikro – und das sind leider oft nicht die Friedensfreundlichsten.

Also: Lass uns weiterhin zeigen, dass „Nie wieder Krieg!“ mehr ist als ein Wunsch. Es ist ein Auftrag. Ein Versprechen. Und ein Anfang.

Kategorie: Allgemein

19. April 2025

Ostermarsch in München ’25

Friedensbewegung auf dem Marienplatz

München, Ostern 2025 – Auch in diesem Jahr lädt die DFG-VK gemeinsam mit befreundeten Organisationen zum traditionellen Ostermarsch auf dem Marienplatz ein. Inmitten globaler Spannungen, wachsender Aufrüstung und zunehmender Kriegsrhetorik wollen wir ein kraftvolles Zeichen setzen: für Frieden, Abrüstung und eine solidarische Welt.

Warum wir marschieren – und warum es mehr denn je notwendig ist

Der Ostermarsch hat eine lange Geschichte – geboren in der Zeit des Kalten Krieges als Protest gegen atomare Aufrüstung, ist er heute aktueller denn je. Während internationale Konflikte eskalieren, rückt die Forderung nach Diplomatie, Entmilitarisierung und globaler Gerechtigkeit wieder ins Zentrum gesellschaftlicher Debatten.

Doch trotz zunehmender Bedrohungslagen wird weiter auf militärische „Lösungen“ gesetzt: Mehr Geld für Rüstung, neue Waffensysteme, massive Rekrutierungskampagnen. In den Medien bleibt kaum Raum für Stimmen, die Alternativen aufzeigen. Genau deshalb ist der Ostermarsch wichtig – weil er sichtbar macht, dass es eine friedliche Gegenbewegung gibt.

Marienplatz als Bühne des Protests

Der Marienplatz, im Herzen Münchens, wird am Ostersamstag zum Ort des friedlichen Widerstands. Mit Redebeiträgen, Livemusik, Info-Ständen und einem bunten Programm wollen wir nicht nur Protest äußern, sondern auch Dialog schaffen – mit Passantinnen, Mitstreiterinnen, Medien und Politik.

Redner:innen aus der Friedensbewegung, aus Gewerkschaften, der Wissenschaft und von internationalen Partnerorganisationen werden zu Wort kommen. Auch Zeitzeugen und junge Aktivist:innen teilen ihre Perspektiven. Die zentrale Botschaft: Nie wieder Krieg – nirgendwo.

Mitmachen. Mitgehen. Mitdenken.

Der Ostermarsch ist keine bloße Tradition. Er ist ein demokratisches Statement. Und er lebt von den Menschen, die ihn gestalten. Ob du Banner trägst, Flyer verteilst, diskutierst oder einfach da bist – deine Präsenz zählt.

Gerade in Zeiten, in denen friedliche Stimmen marginalisiert werden, ist es entscheidend, dass wir sichtbar bleiben. Für eine Politik, die nicht auf Waffen, sondern auf Menschlichkeit setzt. Für ein Klima, das nicht nur ökologisch, sondern auch gesellschaftlich friedlich ist.


Kategorie: Allgemein

18. April 2025

Abschrecken lassen sich bloß Eier

Osteraktion 2025

Ein starkes Zeichen gegen neue Mittelstreckenraketen

Am Karfreitag 2025 sorgte eine ungewöhnliche Aktion auf der Wiese vor dem Bundestag für Aufmerksamkeit: Osterhasen mit Seiner großen Säge zerlegten – fachgerecht und friedlich – eine original-große Atomrakete aus Styropor, Lack und Holz.

Die Aktion war mehr als ein bunter Hingucker. Sie war eine klare Botschaft an die Politik:

Keine neuen Mittelstreckenraketen nach Europa!

Seit dem Auslaufen des INF-Vertrags steht wieder die Stationierung atomwaffenfähiger Systeme im Raum. Doch wer glaubt, man könne Sicherheit durch Aufrüstung schaffen, liegt falsch. Mittelstreckenraketen erhöhen das Eskalationsrisiko massiv – und machen Europa zur Zielscheibe.

Unsere Aktion verband Humor mit Haltung: Keine martialische Rhetorik, sondern ein kreatives, friedliches Zeichen für Abrüstung. Denn echte Sicherheit entsteht nicht durch Abschreckung, sondern durch Vertrauen, Diplomatie und Entspannungspolitik.

Wir fordern:

  • Keine Stationierung neuer Raketen in Europa
  • Eine neue internationale Abrüstungsinitiative
  • Mehr Mittel für zivile Krisenprävention

Die Resonanz war ermutigend: Viele Passant*innen blieben stehen, kamen ins Gespräch – und machten deutlich, dass sie keine Rückkehr zur Logik des Kalten Krieges wollen.

Frieden braucht Fantasie – und Menschen, die sich einmischen. Ob auf der Straße, im Gespräch oder mit einer Säge in der Hand.


Denn abschrecken lassen sich bloß Eier – nicht engagierte Demokrat*innen.

Kategorie: Allgemein

29. März 2025

Demo gegen die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Europa, Wiesbaden, 29.03.2025

Um 7:00 holte ich unsere Friendensfreund*innen ab, die mich zu diesem aufregenden Event begleiten wollten – Alleine fahren ist öde.
4 Stunden später trafen wir in Wiesbaden ein. Der Platz vor dem Hauptbahnhof füllte sich, erst zögerlich, dann doch mit mehr Menschen… Dann waren wir um die 4.000 Personen…
Im Hofgarten, in Bonn, 1983 waren wir während der Causa ‚NATO-Doppelbeschluss‘ 330.000 Protestierende. Da fehlten also irgendwie 326.000 zum alten Stand. Irgendwie… ‚betrüblich‘!

So, wie das Wetter.
Die Wolken hielten dicht. Genauso wie sich die breite Bevölkerung nicht unter uns mischen wollte, hielten sich die Regentropfen zurück und mieden unsere Gesellschaft.
Die Auftaktreden waren gelungen, präzise auf den Punkt unserer Zusammenkunft gebracht – nur Stimmung wollte nicht aufkommen…
So: Musik-Festival, am zweiten Vormittag. Der erste Rausch will nicht kommen – von der Hauptband ist noch nicht mal der Soundcheck gemacht – Jede’r wartet und nix passiert wirklich…
Aber dann

ging die Demo los. Die Banner und Fahnen wurden schlagartig mehr, bis es Viele waren und der Demozug erinnerte schon einwenig an Früher!
Der Gaudi… Protest-Wurm bewegte sich sehr langsam und gemächlich in Richtung Kranzplatz vor die Hessische Staatskanzlei, da wo die Gullies auch im Sommer dampfen…

Aus der Seite des Wiesbadener Bündnis gegen Raketenstationierung und die Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V stammen folgende Zeilen, die ich einfach mal so hier rein kopiert habe:

Keine neuen US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland
Befehlskommando in Wiesbaden auflösen
Friedensgebot der Hessischen Verfassung einhalten!
 
Auftaktkundgebung 12 Uhr Hauptbahnhof
Abschlusskundgebung 14.30 Uhr Kranzplatz

 
Die Gefahr eines weltumspannenden Krieges ist derzeit so groß wie noch nie. Es besteht die reale Möglichkeit, dass wir in den atomaren Abgrund taumeln oder Opfer eines konventionellen Krieges werden. In dieser Situation sollen ab dem kommenden Jahr US-Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden. Gesteuert werden sollen sie über den Militärstandort Wiesbaden und eine Kommandozentrale im Stadtteil Mainz-Kastel.

Es sind Erst- und Enthauptungsschlagwaffen. Sie erhöhen die Kriegsgefahr und gefährden den Frieden. Die geplante Stationierung steht damit nicht im Einklang mit dem Friedensgebot in Artikel 69 Hessische Verfassung. Mit Hyperschallraketen kann in ca. 10 Minuten Moskau getroffen werden. Umgekehrt können in derselben Zeit russische Raketen als Erst- oder Gegenschlag hier einschlagen. Wegen der hohen Geschwindigkeit der Raketen kann es leicht zu Fehlreaktionen kommen, denn bei einem Alarm bleibt keine Zeit für eine überlegte Entscheidung.

Die am 10.7.2024 verkündete Zustimmung der Bundesregierung zur Stationierung erfolgte ohne jede vorherige öffentliche und parlamentarische Diskussion. Abrüstungsverhandlungen und ggf. ein Stationierungsmoratorium sind nicht vorgesehen.

Wir fordern:

  • Die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland zu unterbinden
  • Das US-Raketenbefehlskommando in Mainz-Kastel abzuziehen und weder dort noch anderswo in Deutschland zu stationieren
  • Kriege und Konflikte diplomatisch statt militärisch zu lösen
  • Weltweit für eine sichere und friedliche Zukunft einzutreten, auch in Zusammenarbeit mit politischen Gegnern und Konkurrenten

Wir richten unsere Forderungen an alle zuständigen Entscheidungsträger auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.
 


Ablauf der Protestaktionen

 
Auftaktkundgebung am Wiesbadener Hauptbahnhof 12:00 Uhr:

Reden und Begrüßung: Jan Menning (Wiesbadener Bündnis, DFG-VK), Hartmut Bohrer (Ortsvorsteher Mainz-Kastel);
Kulturbeiträge: Lebenslaute;
Moderation: Manon Tuckfeld (Wiesbadener Bündnis).

Abschlusskundgebung auf dem Kranzplatz um 14:30 Uhr:

Rednerinnen und Redner: Ann Wright (US-amerikanische Friedensbewegung), Özlem Alev Demirel (MdEP, Die Linke), Michael von der Schulenburg (MdEP, Bündnis Sahra Wagenknecht), Regina Hagen (Kampagne Friedensfähig statt erstschlagfähig), Michael Müller (Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“, NaturFreunde);
Musikprogramm: Playtime – Kleines Bluesorchester;
Moderation: Andrea Hornung (Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“, SDAJ).

Fahrraddemo am 29.3. – parallel zur Demo in der Wiesbadener Innenstadt:

Zeitgleich mit der Auftaktkundgebung am Hauptbahnhof um 12 Uhr wollen wir mit Fahrrädern, gelben Warnwesten mit Friedenstauben-Aufdrucken, Fahnen und Friedensliedern die beiden Militärstandorte in Wiesbaden „abklappern“.

Wir starten um 12 Uhr in Main-Kastel am Bahnhof und fahren zunächst zum dortigen US-Standort, den wir umrunden und weiter nach Wiesbaden-Erbenheim. Gegenüber dem Eingang der Clay-Kaserne machen wir einen Zwischenstopp mit kurzer Kundgebung. Von dort fahren wir in die Wiesbadener Innenstadt, um gleichzeitig mit dem dortigen Demo-Zug zur Abschlusskundgebung auf dem Kranzplatz um 14:30 Uhr einzutreffen.

Anreise / Ordnerinnen und Ordner:

Bitte organisiert in euren Regionen auch Mitfahrmöglichkeiten für die Kundgebung und Demonstration in Wiesbaden. Beispielsweise mit Bussen.
Wir benötigen noch viele Ordnerinnen und Ordner. Bitte meldet euch in beiden Anliegen schnell bei unserem Demonstrationsbüro über die unten genannte Kontaktmailadresse.

Demonstrationsbüro / Mailadresse: info@frieden-und-zukunft.de

Kategorie: Allgemein

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